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COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)
Eine akute Exazerbation (AE) der COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) bezeichnet eine plötzliche Verschlechterung der Symptome im Verlauf der COPD. Diese Exazerbationen können die täglichen Aktivitäten des Patienten erheblich beeinträchtigen und sogar einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen. Daher ist es wichtig, dass COPD-Patienten und ihre Angehörigen über diesen Zustand informiert sind.
Symptome einer akuten COPD-Exazerbation:
Eine akute Exazerbation äußert sich durch eine Verstärkung der ohnehin schon vorhandenen COPD-Symptome. Die häufigsten Symptome sind:
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Zunahme der Atemnot (Dyspnoe): Dies ist das auffälligste Symptom. Die normalerweise empfundene Atemnot verschlimmert sich, und es kann sogar in Ruhe zu Atemproblemen kommen.
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Zunahme und/oder Veränderung des Hustens: Häufigeres Auftreten von Hustenanfällen, eine Verschlimmerung des Hustens oder eine Veränderung der Menge und Farbe des Auswurfs (meist gelblich oder grünlich).
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Zunahme der Auswurfmenge: Die Menge des normalerweise geringen Auswurfs nimmt zu.
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Veränderung der Auswurffarbe: Die Farbe des Auswurfs kann sich von weiß über gelb und grün bis hin zu braun verändern, was auf eine Infektion hindeuten kann.
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Zunahme der pfeifenden Atemgeräusche (Giemen): Die Geräusche in der Brust verstärken sich.
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Engegefühl oder Schmerzen in der Brust: Ein Druckgefühl oder Schmerzen in der Brust.
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Verminderung des Energieniveaus und Müdigkeit: Schwierigkeiten bei der Ausführung alltäglicher Aktivitäten, extremes Müdigkeitsgefühl.
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Schneller oder unregelmäßiger Herzschlag: Erhöhung der Herzfrequenz oder Herzrhythmusstörungen.
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Schwellungen an den Knöcheln oder Beinen: Besonders wenn gleichzeitig eine Herzinsuffizienz vorliegt.
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Schlafprobleme: Beeinträchtigung der Schlafqualität aufgrund von Atemnot.
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Verwirrtheit oder Verwechslungszustände (in schwereren Fällen). Besonders bei sehr niedrigen Sauerstoffwerten.
Ursachen einer akuten COPD-Exazerbation
Die häufigsten Ursachen für Exazerbationen sind
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Atemwegsinfektionen: Bakterielle oder virale Infektionen (z. B. Erkältung, Grippe, Lungenentzündung).
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Luftverschmutzung: Verschlechterung der Luftqualität, Einatmen von verschmutzter Luft.
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Allergene: Stoffe, die allergische Reaktionen auslösen (z. B. Pollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze).
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Rauchbelastung: Fortgesetztes Rauchen oder Passivrauchen.
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Falsche Anwendung oder Absetzen von Medikamenten: Nicht regelmäßige oder falsche Einnahme der vom Arzt verschriebenen Medikamente.
Behandlung einer akuten COPD-Exazerbation
Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern, die Lungenfunktion zu verbessern und Komplikationen zu verhindern. Die Behandlung umfasst in der Regel
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Bronchodilatatoren (Bronchienerweiterer): Medikamente, die die Atemwege erweitern (werden meist über Inhalatoren oder Vernebler verabreicht). Die Dosierung kann erhöht oder verschiedene Arten kombiniert werden.
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Kortikosteroide (Steroide): Medikamente, die Entzündungen reduzieren (können oral oder intravenös verabreicht werden).
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Antibiotika (bei Infektion): Werden bei Nachweis einer bakteriellen Infektion eingesetzt.
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Sauerstofftherapie (falls erforderlich): Sauerstoffzufuhr zur Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Blut.
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Atemphysiotherapie: Techniken zur Erleichterung des Abhustens von Schleim.
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Krankenhauseinweisung (falls erforderlich): Bei schweren Exazerbationen oder wenn die Behandlung zu Hause nicht anspricht, kann eine Krankenhauseinweisung erforderlich sein.
Vorbeugung einer akuten COPD-Exazerbation
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Rauchstopp: Der wichtigste Schritt.
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Grippe- und Pneumokokkenimpfung: Zur Reduzierung des Infektionsrisikos.
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Regelmäßige Medikamenteneinnahme: Die vom Arzt verschriebenen Medikamente in der richtigen Dosierung und regelmäßig einnehmen.
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Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt: Durch regelmäßige Arztbesuche und Lungenfunktionstests sollte der Krankheitsverlauf überwacht werden.
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Vermeidung von Luftverschmutzung und Auslösern: Vermeidung von Aufenthalten im Freien bei starker Luftverschmutzung, Vermeidung von Allergenen.
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Gesunde Ernährung und Bewegung: Zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und zur Unterstützung der Lungenfunktion.
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Teilnahme an Lungensportgruppen oder Rehabilitationsprogrammen: Diese Programme können helfen, mit Atemnot umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.