Heparin & Flugreisen & Thrombose. (Side Arzt)
- 1. Apr. 2023
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. März
Die Heparin-Injektion ist eine vorbeugende Behandlung, die viele Menschen vor einem Flug anwenden. Heparin wird als Antikoagulans verwendet, das die Blutgerinnung verhindert. Während einer Flugreise kann langes Sitzen oder Stehen die Durchblutung verlangsamen und zur Bildung von Blutgerinnseln in den Beinen führen. Dieser Zustand wird als „tiefe Venenthrombose“ (TVT) bezeichnet und kann das Risiko einer „Lungenembolie“ (LE) erhöhen, einer lebensbedrohlichen Erkrankung, wenn ein Blutgerinnsel die Lunge erreicht. (Side Arzt)
Heparin-Injektionen können helfen, das Risiko von TVT und PE zu reduzieren. Die Heparin-Injektion vor dem Flug wird jedoch nur bestimmten Risikogruppen empfohlen. Zu diesen Risikogruppen gehören:
Diejenigen, die eine frühere TVT

oder LE hatten: Bei denjenigen, die eine frühere TVT oder LE hatten, besteht das Risiko, dass diese Zustände erneut auftreten. Heparin-Injektionen können helfen, dieses Risiko zu verringern, indem sie verhindern, dass diese Personen Blutgerinnsel bilden.
Langstreckenflüge: Bei Langstreckenflügen steigt das Risiko einer Verlangsamung der Durchblutung und der Bildung von Blutgerinnseln in den Beinen. Daher können diejenigen, die lange Flüge machen, die Blutgerinnung verhindern, indem sie Heparin injizieren.
Menschen mit Blutgerinnungsstörungen: Menschen mit Blutgerinnungsstörungen haben ein höheres Risiko für eine Blutgerinnung als normal. Heparin-Injektionen können helfen, das Risiko von TVT und LE bei diesen Menschen zu reduzieren, indem sie Blutgerinnsel verhindern.
Risikoschwangere: Während der Schwangerschaft steigt das Risiko für Blutgerinnsel. Schwangere mit hohem Risiko können durch die Injektion von Heparin dazu beitragen, das Risiko einer TVT und LE zu verringern.
Zusammenfassend ist die Heparin-Injektion eine empfohlene Behandlung für bestimmte Risikogruppen vor dem Flug. Es ist jedoch immer wichtig, vor der Injektion von Heparin einen Arzt zu konsultieren. (Side Arzt)
Heparin & Flugreisen & Thrombose
Die Stichworte "Heparin, Flugreisen und Thrombose" beziehen sich auf die Vorbeugung von Thrombosen bei Flugreisen durch die Verwendung von Heparin. Hier ist eine ausführliche Erklärung:
Was ist eine Thrombose?
Eine Thrombose ist die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Blutgefäß. Dieses Gerinnsel kann den Blutfluss behindern oder sogar ganz blockieren. Besonders gefährlich sind tiefe Venenthrombosen (TVT), die meist in den Beinvenen auftreten. Löst sich ein solches Gerinnsel und gelangt in die Lunge, kann es zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie kommen.
Warum erhöht Fliegen das Thromboserisiko?
Langes Sitzen mit wenig Bewegung, wie es bei Flugreisen der Fall ist, kann den Blutfluss in den Beinen verlangsamen. Dies erhöht das Risiko, dass sich ein Blutgerinnsel bildet. Weitere Faktoren, die das Risiko zusätzlich erhöhen können, sind:
Lange Flugdauer: Besonders Flüge über vier Stunden gelten als Risikofaktor.
Flüssigkeitsmangel: Die trockene Luft im Flugzeug kann zu Dehydration führen, was das Blut dickflüssiger macht.
Vorerkrankungen: Bestimmte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen oder frühere Thrombosen erhöhen das Risiko zusätzlich.
Einnahme bestimmter Medikamente: Z.B. die "Pille" (orale Kontrazeptiva).
Übergewicht.
Höheres Alter.
Was ist Heparin und wie wirkt es?
Heparin ist ein Medikament, das die Blutgerinnung hemmt. Es wird eingesetzt, um Thrombosen vorzubeugen oder zu behandeln. Bei der Thromboseprophylaxe auf Flugreisen wird meist niedermolekulares Heparin verwendet, das subkutan (unter die Haut) gespritzt wird.
Wann ist Heparin bei Flugreisen sinnvoll?
Nicht jeder Flugreisende benötigt Heparin zur Thromboseprophylaxe. Die Anwendung sollte immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Besonders empfohlen wird Heparin bei Personen mit:
Hohem Thromboserisiko: Z.B. bei Personen mit einer Vorgeschichte von Thrombosen oder Lungenembolien, bestimmten Gerinnungsstörungen, kürzlich erfolgten Operationen oder schweren Erkrankungen.
Langen Flügen: Insbesondere bei Flügen über acht Stunden und zusätzlichen Risikofaktoren.
Wie wird Heparin angewendet?
Niedermolekulares Heparin wird in der Regel einmalig vor dem Flug oder kurz danach unter die Haut gespritzt. Die genaue Dosierung und der Zeitpunkt der Anwendung werden vom Arzt festgelegt.
Was sollte man neben Heparin beachten?
Auch wenn Heparin das Thromboserisiko deutlich reduzieren kann, sollten folgende Maßnahmen zusätzlich beachtet werden:
Viel trinken: Vermeiden Sie Alkohol und koffeinhaltige Getränke. Trinken Sie stattdessen ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee.
Bewegung: Bewegen Sie sich regelmäßig während des Fluges. Stehen Sie auf, gehen Sie im Gang auf und ab und machen Sie im Sitzen Fuß- und Beinübungen.
Lockere Kleidung: Tragen Sie bequeme und lockere Kleidung, die die Blutzirkulation nicht behindert.
Kompressionsstrümpfe: Stütz- oder Kompressionsstrümpfe können den Blutfluss in den Beinen verbessern.
Wichtige Hinweise:
Die Anwendung von Heparin sollte immer mit einem Arzt besprochen werden. Er kann das individuelle Risiko einschätzen und die geeignete Prophylaxe empfehlen.
Heparin ist nicht für jeden geeignet. Es gibt bestimmte Kontraindikationen, bei denen Heparin nicht angewendet werden darf.
Informieren Sie sich vor der Reise über die Einfuhrbestimmungen für Medikamente im Zielland. Gegebenenfalls benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Heparin kann bei Flugreisen mit hohem Thromboserisiko eine sinnvolle Maßnahme zur Vorbeugung sein. Es sollte jedoch immer in Absprache mit einem Arzt und in Kombination mit anderen vorbeugenden Maßnahmen angewendet werden. (Side Arzt)
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